Eine Liebeserklärung an Werder und vor allem seine Fans

Werder-Fans kennen das: Seit Jahren sagt man sich zu Beginn einer neuen Saison, dass diese anders verlaufen wird. Tatsächlich gibt es dann auch kleine Hochs, die diese Gedanken gar nicht so unrealistisch erscheinen lassen. Von diesem Hoch ist Werder in ein ziemliches abgestürzt. Viele Fans haben die Nase gestrichen voll. Sie fordern den Vorstand auf endlich zu handeln und wünschen sich eine rasche Entscheidung bezüglich Skripnik. Die Rufe nach seiner Entlassung wurden nach dem Augsburg-Spiel besonders laut. Es wurde sogar laut im Stadion gepfiffen, was fürs Weserstadion eher selten ist. Und ich bin froh, dass ich nicht im Stadion gewesen bin. Weniger wegen dem Ergebnis als dem Pfeifkonzert. Denn mich stimmt so ein Pfeifkonzert ziemlich traurig. Die Jungs dort unten wissen ganz genau, dass sie keine Glanzleistung dargeboten haben. Da braucht man nicht noch auf jemanden eintreten, der auf dem Boden liegt.

Ähnlich sieht es auch Werder. Thomas Eichin hat betont, dass man diese Saison noch mit Skripnik zu Ende bringen würde. Wo sich viele darüber aufgeregt haben, habe ich mich über diesen Entschluss gefreut. Denn unbedachte und rasche Trainerwechsel sind halt nicht der Stil von Werder Bremen.

Ich stehe nicht alleine mit der Meinung. Steffen Scholz und Johanna Göddecke, vom Twerder-Fanclub haben eine neue Werder-Bewegung ins Leben gerufen, die an „AllezGrün“ vor drei Jahren erinnert. #Greenwhitewonderwall lautet der Hashtag und dieser hat es diese Woche sogar in die deutschlandweiten Trends geschafft. Ein Hashtag, der nicht nur an eines der größten Britpop-Hits der 90er erinnert, sondern zugleich daran, was die Fans einer jeden Mannschaft für sie sein sollten: Eine starke Wand, die ihnen Standkraft und Stärke verleiht und selbst beim stärksten Orkan nicht nachgibt. Mit einem riesengroßen Banner wird am Samstag das Team am Weserstadion empfangen. 618 Zusagen hat diese Veranstaltung bis zu dieser Stunde auf Facebook.

https://www.facebook.com/events/1748549105358616/

Der Fanclub macht eine wunderbare Arbeit und macht nochmal deutlich, was Fankultur bedeutet. Fan sein bedeutet eben, dass man auch durch schlechte Zeiten miteinander geht. Schließlich ist Fan sein an guten Tagen eine ziemlich einfache Sache. Selbst prominenten Support gibt es inzwischen. Seien es Jan Delay, Werder Bremen  oder aktive und inaktive Werder-Spieler: Sie alle haben unter diesem Hashtag getwittert.

Und genau das ist der Grund, weswegen ich Werder-Fan bin. Zugegeben würden mich auch Erfolge freuen (ALLE DAUMEN DRÜCKEN AM DIENSTAG!), allerdings sind es gerade die schlechten Zeiten, die viel über den Charakter eines jeden aussagen. Es heißt ja nicht ohne Grund, dass man wahre Freunde an schlechten Tagen erkennt. Und diese Aktion zeigt, was für geile Fans Werder doch hat. Wenn nicht sogar die GEILSTEN. Keine leeren Ränge (das „AllezGrün“-Match war das Einzige, für welches ich vor drei Jahren keine Karte bekommen hatte), vollste Unterstützung und ein Pfeifkonzert, den ich nun als kleinen Ausrutscher bewerte.

Selbst wenn der Fall eintreten und Werder tatsächlich in Liga 2 abstürzen sollte, bin ich noch immer guter Dinge. Denn ich bin mir sicher, dass Werder und seine Fans es dann allen zeigen werden und mit einem Atemzug durchmarschieren werden. Mit einer Grün-Weißen Wonderwall ist einfach alles möglich.

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Darum danke an Werder und TWerder, dass ich Teil der geilsten Community Deutschlands sein darf.

 

 

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